{"id":25,"date":"2024-08-01T11:00:23","date_gmt":"2024-08-01T11:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/huettenschriften.at\/?p=25"},"modified":"2025-11-28T09:18:58","modified_gmt":"2025-11-28T09:18:58","slug":"am-weg-zur-huette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/huettenschriften\/25\/","title":{"rendered":"Am Weg zur H\u00fctte"},"content":{"rendered":"\n<p>Wo steht man, wenn man eine Weingartenh\u00fctte sieht? Wo steht die Weingartenh\u00fctte? Was steht in einer Weingartenh\u00fctte? Steht eine Weingartenh\u00fctte? Eine erste Ann\u00e4herung an die H\u00fctte f\u00fchrt \u00fcber einen kurzen gedachten und erdachten Weg. Die Weingartenh\u00fctte ist an ihren Standort in der Zeile, am H\u00fcgel, in der Senke, am Wegesrand, am Zeilenrand oder in der Zeile gebunden. Ihre Platzierung ist an funktionale und arbeits\u00f6konomische oder lagernde Aspekte gekoppelt. Aufbewahrungsort f\u00fcr Materialien, Werkzeuge, Wohnort f\u00fcr zahlreiche non-humane Lebewesen wie Spinnen, K\u00e4fer, V\u00f6gel oder manchmal auch eine Fledermaus. Sie ist Zufluchtsort, \u00dcberwinterungsquartier, ausgelagerter Wohnraum. Genauso divers und zum Teil ungeplant wie ihre Nutzung, ist auch ihr Material selbst \u2013 sie kann metallene H\u00e4ute aufweisen, h\u00f6lzerne Bretterw\u00e4nde, Ziegel, vorgefundene und aufgefundene Bohlen. Das Spezifische scheint das Unspezifische zu sein. Das oberste Prinzip ist das wohlgew\u00e4hlte Ungew\u00e4hlte, die Bausubstanz ist eine Sammlung verschiedenster Materialien: sie k\u00f6nnen gemischt und transformiert werden, in den meisten F\u00e4llen sind sie aber eines: gesammelt. Der Materialrest, der Umbau in sich und die Wiederverwendung scheinen pr\u00e4gend; nicht nur f\u00fcr das Erscheinungsbild, sondern auch f\u00fcr die Planbarkeit und den Entstehungsprozess.<\/p>\n\n\n\n<p>In die H\u00fctte flie\u00dft so eine immanente ortsgebundene Materialbeschaffenheit ein: die Materialien k\u00f6nnen von ganz nah oder ganz fern stammen. Wichtig ist, dass sie im Moment des Verbauens im Umkreis des Errichtungsortes verf\u00fcgbar sind \u2013 ob schon als frei verf\u00fcgbare Stoffe, erst abgebaut oder als entwendete Produkte an den Standort gebracht, ist in den meisten F\u00e4llen kaum mehr rekonstruierbar, doch die allermeisten Materialien lassen gewisse Schl\u00fcsse der Herkunft oder Vornutzung zu. Paradebeispiel ist die Zugwaggon-Bohle, das Brett auf Reisen tritt eine weitere Reise an und wird zur H\u00fctte. Dies mag mehrere Gr\u00fcnde haben, warum gerade das beinahe in jede Nutzung formbare Brett des Waggons in die mobil scheinende H\u00fctte, an jeden Ort wandern k\u00f6nnende H\u00fctte transformiert wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1810\" src=\"https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/01_huetten_weingartenzeilen-1-edited-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-713\" style=\"width:620px\" srcset=\"https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/01_huetten_weingartenzeilen-1-edited-scaled.jpg 2560w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/01_huetten_weingartenzeilen-1-edited-300x212.jpg 300w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/01_huetten_weingartenzeilen-1-edited-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/01_huetten_weingartenzeilen-1-edited-768x543.jpg 768w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/01_huetten_weingartenzeilen-1-edited-1536x1086.jpg 1536w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/01_huetten_weingartenzeilen-1-edited-2048x1448.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Weingartenh\u00fctte A, <strong>\u00a9<\/strong> Leonie M\u00fchlegger 2024.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>So ist vorstellbar, dass nicht nur durch die Positionierung am Wegesrand zwischen den Zeilen und in den Zeilen eine gewisse gedachte Mobilit\u00e4t zustande kommt, sondern auch durch das Material an sich eine Transformation und eine Reformation ablesbar wird. Das Material und die H\u00fctte erz\u00e4hlen von Vornutzungen, Nachnutzungen, Umnutzungen und manchmal von gar keinen Nutzungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch zun\u00e4chst zur Positionierung und ihrer scheinbar ephemeren Rolle. Die Position am Wegesrand l\u00e4sst Schl\u00fcsse auf ihre Nutzung zu \u2013 sie ist Arbeitsort, Lager, Pausenraum und wird in den schwierigsten F\u00e4llen konsultiert. Die Wahl des Standortes ist wohl von Erreichbarkeit, Erschlie\u00dfung, Anlieferung aber auch klimatischen und \u00f6kologischen Bedingungen beeinflusst. Allerdings lassen die heutigen Standorte keine absolut g\u00fcltigen Schl\u00fcsse zu, da die Landschaft, Nutzung und vermutlich auch die Zeile bis zu einem gewissen Grad von Transformierungen durchzogen wird. Das sicherlich best\u00e4ndigste, landschaftliche Permanenz aufweisende Element ist die Zeile \u2013 die Weingartenzeile. Der Sonnenstand ist konstant, auch der haarigste Winter, der hei\u00dfeste Sommer, der Klimawandel-geplagte und vom Starkregen betroffene Garten kann dennoch auf einen immer gleich bleibenden Parameter z\u00e4hlen: den Sonnenstand. Die Sonne wandert in kleineren und gr\u00f6\u00dferen Kreisen, die Zeile folgt in l\u00e4ngeren und k\u00fcrzeren Nord-S\u00fcd-Ausrichtungen, mal leicht schief, mal leicht versetzt, mal etwas krumm. Aber die Unterbrechung der H\u00fctte, die Auslassung, das Nebenbei, das vorne dazu, das Hinten-Dran der H\u00fctte bleibt, in der Best\u00e4ndigkeit der Zeile die Best\u00e4ndigkeit der H\u00fctte. Wenn nun das Ger\u00fcst, die Zeile wegf\u00e4llt, bleibt sie oft wie isoliert, wie versetzt und nicht abgeholt, wie immer wartend, immer zuf\u00e4llig an einen Ort gefallen bleibt sie stehen. Nur ab und zu stolpert das Bein \u00fcber ein Skelett einer Behausung des Materials, der H\u00fctte am Weg, der Weg zur H\u00fctte wird undurchsichtig, weil nicht mehr vorhanden. Das Fundament bleibt und ladet zum stolpern und anschlie\u00dfendem Verweilen ein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Position und Pr\u00e4position<\/h3>\n\n\n\n<p>In anderer Art und Weise der Bewegung ladet nun aber die Position der H\u00fctte ein, um ein Moment des movere zu verorten \u2013 die Gem\u00fctsbewegung mag von nostalgischer Natur sein, das Material bewegt und wieder bewegt. Der Standort aber l\u00e4sst sich durch die Wiederholung der Zeile vielleicht auch verschieben \u2013 gleich einer Zugschiene l\u00e4sst sich die H\u00fctte gedanklich entlang der Struktur, entlang dem Ger\u00fcst schieben und neue Positionen k\u00f6nnen erdacht werden. Und nicht zuf\u00e4llig werden manchmal auch alte Anh\u00e4nger, Zugwaggons oder Wohnwagen als H\u00fctte abgestellt und weitergenutzt, am Weg der Weingartenzeile, am Weg zu einer anderen Nutzung, vielleicht auch nur als Zwischenstopp bevor die Reise weitergeht. Die scheinbare Mobilit\u00e4t m\u00f6chte ich in dem unzuf\u00e4lligen zuf\u00e4lligen Moment entlang des Weges sehen, der durch die strikte eingestrickte Weinranke aufgespannt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ephemere der H\u00fctte zeigt die fragile Positionierung, eingesetzt und erkannt durch wissendes Auge, t\u00e4tige H\u00e4nde und trittfeste F\u00fc\u00dfe \u2013 mal eine kleine Erhebung, der \u00dcberblick, der schattenspendende Baum der davor oder danach, zeitlich oder \u00f6rtlich verpflanzt wurde. Die Bucht wird genutzt und zur gedanklichen Pause umfunktioniert wie in Textes Zeilen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1810\" height=\"2560\" src=\"https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/02_huetten_springend-1-edited-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-714\" style=\"width:570px\" srcset=\"https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/02_huetten_springend-1-edited-scaled.jpg 1810w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/02_huetten_springend-1-edited-212x300.jpg 212w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/02_huetten_springend-1-edited-724x1024.jpg 724w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/02_huetten_springend-1-edited-768x1086.jpg 768w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/02_huetten_springend-1-edited-1086x1536.jpg 1086w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/02_huetten_springend-1-edited-1448x2048.jpg 1448w\" sizes=\"auto, (max-width: 1810px) 100vw, 1810px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Weingartenh\u00fctte B, <strong>\u00a9<\/strong> Leonie M\u00fchlegger 2024.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Formales zu Transformationen und Reformationen<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Material l\u00e4sst sich die Geschichte und Vorgeschichte, sowie die Nachgeschichte lesen und ablesen, manchmal ganz w\u00f6rtlich und aus einem anderen Leben der Bohle sind noch Buchstaben, mit neuem Wortsinn aufgeladene Elemente vorhanden. Durch das Abbauen, Neubauen und Umbauen wird ein Altbau zum Neubau und ein Neubau zum alten Bau \u2013 das Brett war ein Zugwaggon, das Fenster ein Fenster und das Dach ein Schuppen, eine Blechdose oder ein Restst\u00fcck eines echten Hauses. Sie sind bestimmt zu einem Existieren auf Zeit, der Standort bleibt, das Material wird gewechselt, ein sogar historisches Thema des Materialwechsels. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck, meist nicht alles wird erneuert, mit gerade dem, was gerade so herumliegt und seines Daseins harrt. Existiert, um wieder zu existieren und konstruieren, der H\u00fctte Wand, der H\u00fctte Dach, der H\u00fctte T\u00fcr und Fenster. Das Fundament gegr\u00fcndet, meist gegossen in Beton, mal gemauert, mal nur Pfosten. Je nach dem, wie das Vorgefundene beschaffen ist, wird auch die H\u00fctte gepr\u00e4gt und erbaut: liegen Steine am Weg, werden sie geschichtet, wird Holz gefunden, werden Bretter ges\u00e4gt, werden Waggons nicht gebraucht, werden sie zerlegt, werden Fenster nicht mehr verwendet, werden sie abgebaut und eingebaut. Gebaut wird sie aus Vorhandenem, aus Stein, Holz, Moos, in die Erde gegraben, Brettern, Blech, Regenrinnen, F\u00e4ssern, Teerpappe, \u00c4sten, Balken, Fenstern, T\u00fcren, Bohlen, Kies, Schotter, Beton, Lehm, Schilf, Gras, eine schier unendliche Liste an m\u00f6glichen Materialien. Die Wiener H\u00fctte spricht von urbanem Lager und Vorhandensein urbaner Ressourcen, die H\u00fctte wird zum Dreh- und Angelpunkt, Wiens urbanem Materiallager. Das Ortsspezifischean der Wiener Weingartenh\u00fctte ist das st\u00e4dtische Umfeld, das Urbane wird zum Suburbanem, das Suburbane wird zum Agraren, das Agrare zum Urbaren und wieder zur\u00fcck zum Urbanen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1810\" height=\"2560\" src=\"https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/03_huetten_schwebend-1-edited-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-715\" style=\"width:500px\" srcset=\"https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/03_huetten_schwebend-1-edited-scaled.jpg 1810w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/03_huetten_schwebend-1-edited-212x300.jpg 212w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/03_huetten_schwebend-1-edited-724x1024.jpg 724w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/03_huetten_schwebend-1-edited-768x1086.jpg 768w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/03_huetten_schwebend-1-edited-1086x1536.jpg 1086w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/03_huetten_schwebend-1-edited-1448x2048.jpg 1448w\" sizes=\"auto, (max-width: 1810px) 100vw, 1810px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Weingartenh\u00fctte C, <strong>\u00a9<\/strong> Leonie M\u00fchlegger 2024.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gr\u00fcnde einer H\u00fctte<\/h3>\n\n\n\n<p>Was der H\u00fctte aber den gegr\u00fcndetsten Ausdruck im Allgemeinen verleiht, ist doch der Erdboden, der beim Betreten der H\u00fctte ein erstaunlich wohnliches Ambiente nicht nur f\u00fcr Menschbewohnende bietet. Der Boden schafft Ausgleich und Verbindung, gestampft, nur leicht verdichtet, meist nicht weiter bekleidet. So wird die H\u00fctte zum Dach mit W\u00e4nden \u00fcber einem Fleckchen Erde, ein Rauchfang f\u00fcr die Regenw\u00fcrmer, ein Nest f\u00fcr Drahtgeflechte, ein Wohnzimmer f\u00fcr M\u00e4use und ein Ringelspiel f\u00fcr Spinnen in Form einer H\u00fctte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur der Grund ist die Gr\u00fcndung und der Ursprung und Grund der H\u00fctte, sondern ebenso das Umfeld: die unmittelbare Umgebung ist oftmals Grund zur Situierung der H\u00fctte: auch nicht nur die Erschlie\u00dfung, sondern zuallererst die wachsende und beschattende Komponente: der Baum nebenan. Kaum rekonstruierbar, ob Bauwerk oder Baumwerk als erstes die B\u00fchne des Weingartens betrat, existieren die beiden in stiller Eintracht nebeneinander, in guter Nachbarschaft. Der Ort kann erst gew\u00e4hlt worden sein, durch den schattenspendenden Baum, in hohem Alter erh\u00e4lt der Baum die transformierte Gestalt neben sich, ein Abbild, Spiegelbild in Geometrien gegossen. Oder aber die H\u00fctte gewinnt einen Weggef\u00e4hrten, einen Baum neben sich, um in Zukunft beschattet zu werden. Nach all den Jahren kaum zu unterscheiden, wer zuerst den Platz bewohnt hat, so begleiten doch beide st\u00e4ndige Ver\u00e4nderungen und andauernde Transformationen \u2013 so k\u00f6nnte auch die H\u00fctte die gedachte Fortf\u00fchrung des Baumes werden, oder aber der Baum das Materiallager der H\u00fctte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die H\u00fctte am Weg<\/h3>\n\n\n\n<p>Gerade durch die Wiederverwendung kommt es zu einer Verdichtung an Eindr\u00fccken und Ankn\u00fcpfungspunkten, einem Weiterdenken, einer Adaptierung, einer \u00dcberlegung zum Ausschneiden, Anpassen, Anh\u00e4ngen oder Aufbauen. Das Imperfekte tr\u00e4gt die Perfektion der Funktion in sich \u2013 eine gedankliche Positionierung zur Suche nach der Perfektion im Zufall und der Imperfektion, nicht nur am Weg zur H\u00fctte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Text k\u00f6nnte nun in eine Art pathetische Proklamation f\u00fcr eine Architektur voller Kreisl\u00e4ufe und Rekapitulationsschleifen m\u00fcnden, f\u00fcr eine Architektur der Wiederverwendung, f\u00fcr eine wiederverwendende Architektur. Oder aber es lie\u00dfe sich eine formale Studie verschiedenster H\u00fctten und ihrer Materialien in der Umgebung anh\u00e4ngen, oder ein philosophisches Nachdenken \u00fcber die H\u00fctte als Akteurin in der Landschaft. Die Textbausteine k\u00f6nnten \u00fcberarbeitet, neu arrangiert, retextualisiert, rekontextualisiert, zerschnitten, verschnitten und gefiltert werden. In neue, andere, oder gleiche Worte gegossen werden, sortiert, gelagert und umgelagert werden. Genauso gut k\u00f6nnte eine jede der Zeichnungen nochmals \u00fcberarbeitet, weitergezeichnet, weitergedacht, die n\u00e4chste Szene inszeniert werden. Es lie\u00dfe sich auch anhand einer H\u00fctte die Geschichte einer Region, einer Familie, einer Farbe oder einer \u00d6kologie erz\u00e4hlen. Eine globale Perspektive der H\u00fctte als prim\u00e4re Struktur k\u00f6nnte folgen. Genau wie die H\u00fctte und mit ihr ihr Material und ihr in ihr lagerndes Material k\u00f6nnte der Text als sich st\u00e4ndig wandelndes Element begriffen werden, das um- und weitergeschrieben werden kann, zwischen und in den Zeilen, um das wiederkehrende Moment der sich aufspannenden Zeile mit der Unterbrechung der H\u00fctte, der Erg\u00e4nzung der H\u00fctte und des Schlusses der Zeile zu bem\u00fchen \u2013 der H\u00fctte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine gedankliche Positionierung<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":713,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-25","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-huettenschriften"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25"}],"version-history":[{"count":27,"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":814,"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25\/revisions\/814"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/713"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}