{"id":374,"date":"2025-11-15T07:00:41","date_gmt":"2025-11-15T07:00:41","guid":{"rendered":"https:\/\/huettenschriften.at\/?p=374"},"modified":"2026-01-03T10:13:01","modified_gmt":"2026-01-03T10:13:01","slug":"kayfabes-traumschachtel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/schachtelschriften\/374\/","title":{"rendered":"KAYFABES TRAUMSCHACHTEL"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8222;Remember we share and always shall have our friends in the dream-life, i.e. your life so to speak, which will attract us for ever and ever, and so long as we have any friends sleeping in the material world; you to us are more like as we understand sleep, you look shut up as one in prison, and in order for us to get into communication with you, we have to enter into your sphere, as one like yourself, asleep.\u201d<br>F. W. H. Myers, <em>Human Personality and Its Survival of Bodily Death<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201cO nobly-born, if thou recognize not, and be frightened, then all the Peaceful Deities will shine forth in the shape of Mah\u0101-K\u0101la; and all the Wrathful Deities will shine [forth] in the form of Dharma-R\u0101ja, the Lord of Death; and thine own thought-forms becoming Illusions [or M\u0101ras], thou wilt wander into the Sangs\u0101ra.\u201d<br><em>The Tibetan Book of the Dead (Bardo Th\u00f6dol)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eInmitten der harten Starrheit&nbsp;<br>vierfach umschloss\u2019ner Mauern<br>richtet Er (der Tod) seinen Blick auf mich<br>\u2014der Fratze des Schreckens entmaskt\u2014<br>bis Wiedergeburt aufs Neue Besitz ergreifet.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><em>Was mir ein Engel w\u00e4hrend der Hypnopompie in griechischer Zunge diktierte \u2014 mit der Stimme und der gravitas Ezra Pounds.<\/em><sup>1<\/sup><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><sup>1<\/sup>Et cum dicto reserat pyxidem: nec quicquam ibi rerum nec formositas ulla, sed infernus somnus ac vere Stygius, qui statim coperculo revelatus invadit eam crassaque soporis nebula cunctis eius membris perfunditur et in ipso vestigio ipsaque semita coli lapsam possidet; et iacebat immobilis et nihil aliud quam dormiens cadaver. (Und als sie dies gesagt hatte, \u00f6ffnete sie die Schatulle: nichts darin, keine Dinge, keine Sch\u00f6nheit, sondern ein h\u00f6llischer Schlaf und wahrhaftig der Styx selbst, der, sobald der Deckel ge\u00f6ffnet wurde, sie \u00fcberfiel und sie mit einem dichten Nebel des Schlafes erf\u00fcllte, der ihren ganzen K\u00f6rper durchdrang; und sie fiel, auf dem Weg, wo sie stand, und der Schlaf ergriff sie.) Apuleius, <em>Metamorphoses, <\/em>VI, 21.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>[\u2026] Le R\u00eave est une seconde vie. Und jeder sekund\u00e4re Traum ist eine chthonische Larnax in einer zerbrechlichen H\u00fclle; und jede halbgesprungene Schale birgt zahllose Archen, die unz\u00e4hlige, unendlich geb\u00e4rende Tr\u00e4umchen in sich verbergen. Pytheas durchbrach die erste H\u00fclle; und die seefahrenden Lusophonen, ebenso wie die tapferen Nachfahren des Pelagius aus dem Gebirgsland von Covadonga, zerschmetterten den Atlantik. Selbst die freigelassenen Helden der Neuen Welt und dieengelgleichen Aeronauten der Rodina Mat durchdrangen schlie\u00dflich die unzug\u00e4nglichen Wellen des himmlischen Gew\u00f6lbes. Doch jenseits jeder unermesslichen Unendlichkeit scheint sich tats\u00e4chlich ein noch umfassenderes Unendliches zu verbergen: cellula in cellula. Liegt denn etwas jenseits des sich windenden Sternbildes des Walfisches ein noch unfassbarerer und sphinxhafterer Earendel, ein noch unergr\u00fcndlicheres Ultima Thule und eine entlegenere Frontier verborgen? Wie vermag jenes verhei\u00dfungsvolle <em>post omnia Oceanus, post Oceanum nihil<\/em> noch Geltung zu behaupten, wenn sich unabl\u00e4ssig ein noch ungeheureres Nichts unwiderruflich ausbreitet? Doch selbst ein solches winziges Einrei\u00dfen des Schleiers des Musageten \u2013 obgleich in der tragischen Geistesabkehr dieser unwiderruflichen Traumkapsel die granitene Hand Gottes stets nach Westen weist, wie der Kalkstein von An\u00e7\u00e3 vor dem Tajo, und die sanftm\u00fctige Fortuna, g\u00f6ttlich getrieben, sowohl Kolumbus als auch Sulla zur traumgenerierenden Spalte jeder einzelnen Schale f\u00fchrt \u2013 bleibt stets eine <em>Hybris<\/em>. Und Kapaneus wird immer und immer wieder auf den ruin\u00f6sen Zinnen der siebentorigen Kadmeia vom Blitz erschlagen werden; und der gro\u00dfm\u00fctige Greis-Donner wird stets im W\u00fcrgegriff der Dike bei seinem letzten Speersto\u00df ins unendlich anmutende Geh\u00e4use ersticken. Hier jedoch lauert auch die ruchloseste List in hac cellula creatoris: W\u00e4hrend sich der innere Traum der Erde entfaltet \u2013 gleich der orthodoxen Kirche \u2013 in dieser paradoxen Walfangfahrt des Himeros zu unbekannten und unermesslichen Firmamenten bis hin zum halbsichtbaren Riss jeder reflektierenden Schale, br\u00fctet das ontogenetische Brechen der H\u00fcllen die Melancholie aus und inkubiert die Entropie. So gebietet der \u00fcberhimmlische Horos-Stauros; und der unerbittliche Leviathan muss unabl\u00e4ssig toben, mit Krallen und Z\u00e4hnen, auf dass er die undurchdringliche <em>kayfabe<\/em><sup>2<\/sup> bewahre. Kayfabe ist das wohlverschlossene Gef\u00e4\u00df der Pandora, das den Freund und den Feind kosmologisch umgestaltet. Kayfabe ist die traumhafte Arche des Bundes, in der sich heiter die <em>Lila <\/em>und die <em>Maya<\/em> bergen. Kayfabe ist die \u00fcberweltliche edle L\u00fcge, die freudvoll Freundschaft und Eintracht neu gebiert. Kayfabe ist der verschlossene Traum, der in heiterer Weise die Verzauberung und das Apollinische spinnt. Die Translatio der Reliquien Karls des Gro\u00dfen ist kayfabe. Die Moskauer Hauptkirche der Streitkr\u00e4fte ist kayfabe. Sebasti\u00e3o de Portugal ist kayfabe. Der Himmel des Xunzi ist kayfabe. Dukas Vatatzes ist kayfabe. Der Athos des Deinokrates ist kayfabe. Tlacaelel ist kayfabe. Das Schild des Tyd\u00e4us ist kayfabe. Tordesillas ist kayfabe. Und die Prokypsis ist auch kayfabe. Doch Theatralit\u00e4t ist nicht kayfabe. Limbo Culture ist nicht kayfabe. Oblomowismus ist nicht kayfabe. Sklavenmoral ist nicht kayfabe. Lotosesserei ist nicht kayfabe. Neognostizismus ist nicht kayfabe. Philopsychia ist nicht kayfabe. Ningen-sengen ist nicht kayfabe. Und auch das Stack ist nicht kayfabe. Das kayfabe ist doch eine Art praktischer Fernsicht, die sich durch Handlung und Gewohnheit fundiert \u2013 denn \u03bc\u03af\u03b1 \u03b3\u1f70\u03c1 \u03c7\u03b5\u03bb\u03b9\u03b4\u1f7c\u03bd \u1f14\u03b1\u03c1 \u03bf\u1f50 \u03c0\u03bf\u03b9\u03b5\u1fd6. Das kayfabe ist doch eine Art Mesotes und self-suggestion, die sich in der Imagination und im Ritual verwurzelt \u2013 denn una golondrina sola no hace verano. Und das kayfabe ist doch eine Art Polarstern und Himmelsbr\u00fccke, der das Irdische vertikal mit den Empf\u00e4ngern des Firmaments verbindet. VERUM EUM ERROREM TOLLERE, EST FABULAM OMNEM PERTURBARE.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><sup>2<\/sup>Kayfabe \u2013 hervorgegangen aus dem Staub der amerikanischen Jahrm\u00e4rkte \u2013 ist kein blo\u00dfer Betrug, sondern ein ritueller Akt: die kultische Suspension des Unglaubens. Das Publikum wei\u00df \u2013 und entscheidet sich, nicht zu wissen. Innerhalb des orchestrierten Kosmos des professionellen Wrestlings dient Kayfabe der Aufrechterhaltung einer alternativen Realit\u00e4t, in der choreografierte Gewalt, mythopoetische Rivalit\u00e4ten und festgelegte Ausg\u00e4nge als authentische Konflikte erscheinen. Was als Spektakel daherkommt, ist in Wahrheit ein semiotischer Schwur \u2013 ein pactum tacitum zwischen Darstellern und Zuschauern, stabilisiert durch Wiederholung, Stil und Pathos.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>In einem gewissen Sinne ist die wahrhaftigste Gnosis keineswegs eine Errungenschaft der superbia, sondern allein g\u00f6ttliche Gnade und die Freigiebigkeit der Himmlischen; und so m\u00f6gen auch die Dinge in dieser abgr\u00fcndigen Traumwelt stehen, die der tiefsinnige Sch\u00f6pfer einstmals als eine edlere Urform dieses melancholischen Planeten des Schlafs inszeniert zu haben scheint. Der Traumkosmos ist kayfabe; und hier f\u00fchrt das vielgepriesene \u201ethink outside of the box\u201c nur selten zu erfreulichen Kunde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">EXEMPLI GRAT\u0399A I [\u00a73.]<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eTrotz der luzidesten und intuitivsten Oneironautik \u2013 eingeleitet durch prometh\u00e4ische Wachsamkeit geistiger \u1f00\u03c0\u03c1\u03bf\u03c3\u03c0\u03ac\u03b8\u03b5\u03b9\u03b1 und die vorsomniale Applikation von zwei bis drei okul\u00e4ren Tropfen alurgischer S\u00e4ure \u2013 tritt der nebul\u00f6se Traumgott auf: Sobald die Beherrschung der Traumk\u00f6rpergestaltung gelingt oder eine proteische Umstrukturierung jener halbgespenstischen Traumlandschaften erfolgt, rei\u00dft er einen sogleich perfid aus dem REM-Schlummer und sp\u00fclt heimt\u00fcckisch zur\u00fcck an die hypnopompischen Str\u00e4nde eines fl\u00fcchtigeren und seichteren Traumgeschehens [\u2026]\u201d<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">NO UPDATES AVAILABLE<em> <\/em>[\u00a75.]<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eW\u00e4hrend der fl\u00fcchtigen Autoskopie nach diesem n\u00e4chtlichen \u00dcberlaufen in eine fr\u00fchere Traumzelle \u2013 jenes nervendurchwirkte und fleischdurchstochene Gewand-Grab aus geronnenem Blut und nimmersatten Bakterien (sei es eine l\u00fcsterne Helminthiasis der anorganischen Materie oder ein fiebriges Anschwellen der lustvollen K\u00f6rperlichkeit in einem ichs\u00fcchtigen Selbstbetrachtungswahn) spielt nur eine geringe Rolle in einer derart einbildungskr\u00e4ftigen Traumnavigation wie dieser. Denn je mehr die traumgenerierende Software dieser wohlphantasierenden Maschine aus abgenutztem Fleisch und versteinerten Kalkst\u00e4be widerwillig, hin und wieder, selbst ein minimales Update von den wenigen verbliebenen \u00fcberhimmlischen Servern empf\u00e4ngt, die vielleicht noch eine intuitive Installation irgendeiner traumkn\u00fcpfenden Verbindung w\u00e4hrend des zuf\u00e4lligen Flusses dieses unwiderruflichen mors vitale zulassen, desto mehr verrottet die fragile und innerlich zerfressene Hardware hoffnungslos mit jedem irdischen Atemzug, um schlie\u00dflich erneut unbeholfen in den schwindelerregenden und kinderfressenden Schlund dieser tr\u00fcgerischen Traumkiste zu st\u00fcrzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">QUIERO DORMIR EL SUE\u00d1O DE LAS MANZANAS [\u00a76.]<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eDennoch tut ein mitt\u00e4glicher Schlummer zwischen den gotischen B\u00f6gen der traumhaften Pantanassa der Gesundheit in der Tat wohl; und nach einer tiefen Siesta im Turmhaus der glorreichsten kolonialen Familie von Oneironauten \u2013 i.e., dem Hause Dreamlane<sup>3<\/sup> \u2013 bedarf es gew\u00f6hnlich einer frommenEntz\u00fcndung einer Traumtotenkerze in der hyperarkadischen Compostella<sup>4<\/sup>. So mag mein fleischgewordener Golem vielleicht diesen Traum erweckt haben \u2013 entweder, w\u00e4hrend die Schl\u00e4ge der H\u00e4mmer auf seinem Kopfe dr\u00f6hnten, im eisigen Leichenschauhaus, wie auch Heym sagt \u2013 oder er mag ebenso gut traumversunken in einer scheinbaren Traumkapsel unter einem schl\u00e4frigen Apfelbaum schlummern, an einem fr\u00fchen Nachmittag auf dem Campo San Polo \u2013 for not only the gondolas cost too much that year, sondern auch die \u00fcberf\u00fcllten Vaporetti wegen des gefr\u00e4\u00dfigen Recyclingmagens der ohrenscharfen Biennalisierung \u2013 wobei anf\u00e4nglich eine Verfolgungsjagd simuliert wird, vielleicht traumhaft eine erotokom\u00f6diantische mit der goldbeinigen Esclarmonda \u2013 zwischen griechisch-r\u00f6mischen Ruinen, von Chrysafitissa bis zum irisierenden Posto di San Rocco.\u201c<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><sup>3<\/sup>Von der Insel <em>Dreamlane\u2019s<\/em>, nahe der Grafschaft Nox oder \u039d\u03cd\u03be gelegen.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>4<\/sup>Aus famili\u00e4ren Erw\u00e4gungen haben sie \u2013 ungeachtet ihrer\u202fRomiosyn\u0113 \u2013 den Glauben der Latiner angenommen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">DER PALAST DER DREAMLANE IM MUSENLAND AONIA [\u00a78.]<\/h3>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eDer traumresidierende Hausherr, Herr J. Dreamlane der VII., der Engelbezwinger \u2013 es handelt sich um eine mir herzinnige v\u00e4terliche Figur \u2013 ist Tag und Nacht bereit, ebenso wie sein koketter Traumsekret\u00e4r (selbst ein gewandter Traumtechniker und erfahrener Traumfingerzauberer), mit blendender Eleganz aus seinem fein gen\u00e4hten \u00c4rmel unz\u00e4hlige B\u00fcchlein und Kataloge hervorzuziehen: \u00fcber die kayfabebildendsten und weltensch\u00f6pfendsten Risse, sei es \u00fcber Pelargonien und Clavijo, sei es \u00fcber Kaluga und Apollo 11. [\u2026] Diese derart traumkomprimierte Himmelsstadt aus labyrinthischen Steigungen und mondsichelf\u00f6rmigen Br\u00fccklein \u2013 irgendwo hinter der reglosen Akropolis von Gla \u2013 erscheint vornehmlich wie eine exzellente 3D-Modellierung der wohlphantasierten Entw\u00fcrfe von de Vries; bisweilen maskiert sich jene halluzinogene Traumfeste listenreich in gescheckten und veilchenblauen Wolkenformationen: mal als \u00fcbers\u00e4ttigte Simonopetra, mal als pixelgespenstertes Castel del Monte. Nur ein au\u00dfergew\u00f6hnlich begabter Tr\u00e4umer \u2013 etwa jener sonnenglitzernde Friedrich II. von Hohenstaufen \u2013 h\u00e4tte die syntaktische Struktur dieser entstellten Traumarchitektur mit unermesslicher Vorstellungskraft zu<em> <\/em>durchdringen vermocht. [\u2026]\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">DAS KAYFABE GEGEN DEN BRUCH JEDER RAUMZEITLICHEN MASK\u0395 [\u00a711.]<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eDoch wisse: Jedes zerbrechliche Traumgeh\u00e4use ist auch eine halbzerst\u00f6rte Maske; und jede traumgewobene Maske ist zugleich ein neugeborener Traum, der in sich unz\u00e4hlige Scherben von tausend maskentragenden Tr\u00e4umchen birgt. Eine bildtraumhafte Persona gebiert gew\u00f6hnlich ein pers\u00f6nliches Interior; und diese pseudobarocke Vorhalle reproduziert nahezu 1:1 den phantasmagorischen Planetensaal des Schlosses Eggenberg, obgleich sie bisweilen unbeholfen mit dem luftigen Terminal 1 des Flughafens Tarradellas in Barcelona verwechselt wird \u2013 in einem Zustand akuter n\u00e4chtlicher Kenopsie. [\u2026] Dieses phantasmagorische Monts\u00e9gur tr\u00e4umt sich, gespensterbewohnt von einem Schwarm lebendiger Bilder zwischen himmelstrebenden und granitnen Felsw\u00e4nden; und dort findet sich stets etwas Sehenswertes. Die marmorbehangenen Traumw\u00e4nde h\u00e4ngen \u00fcbel drapiert, \u00fcberladen mit unz\u00e4hligen vielf\u00e4ltigen Wappenschildern und konservierten Chim\u00e4renk\u00f6pfen \u2013 ebenso wie Dutzende vergoldete Gewehre und tierblutige Armbr\u00fcste (jene g\u00f6ttliche arbal\u00e8te \u00e0 jalet inbegriffen, die der Gro\u00dfherzog der Toskana einst besa\u00df) \u2013 f\u00fcr das traumverschlungene Zerbrechen jeder unendlich geformten Maske. In den expressionistischen Traumecken des pand\u00e4dalischen Saals vermag man einige bislang weitgehend unbekannte Werke Francisco di Holandas zu tr\u00e4umen; und bisweilen mag man auf eine grelle zeitgen\u00f6ssische Kunstausstellung sto\u00dfen \u2013 wie damals, als das sternen\u00fcbers\u00e4te Firmament sich wie ein herabgefallener Vorhang auf dem Karoboden kr\u00fcmmte und sich inspiriert <em>Il cielo \u00e8 caduto<\/em> taufte [&#8230;]\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">DER PATER FAMILIAS VERSUCHT, DAS KAYFABE ZU WAHREN \u2013 GLEICH THEODOROS METOCHITES [\u00a713.]<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eNach dem d\u00fcsteren Abendmahl und den gespenstischen Cembalokl\u00e4ngen im blaugr\u00fcnen Zenith H725 verteilt der traumhafte Familienvater \u2013 der geistreiche Herr Jakob VII., der bis in die ferne Chapelle des Saint-Anges von Saint-Sulpice in leicht idealisierter Weise dargestellt wird und krankhaft von diesem traumgesponnenen Haus besessen ist (wie einst Romanos III. Argyros vom Kloster der Peribleptos ergriffen war) \u2013 heiter im schwebenden Triklinium: ein Glas traumzeugenden Weins von Lemnos, einige phantastische Nachbildungen der <em>Hypnerotomachia Poliphili<\/em>, worin die gartenwahnsinnigen Kunstgriffe jenes ruhmreichen Traumgartens ausf\u00fchrlich erkl\u00e4rt werden: <em>\u00bbDie Wohnst\u00e4tte liegt im erlesensten Teil der Stadt; die Stadt ruht im besten Teil des Himmels; und was diese Stadt f\u00fcr die ganze Erde bedeutet, das bedeutet diese Heimstatt f\u00fcr den Planeten der Tr\u00e4ume.\u00ab <\/em>[\u2026]<em> \u00bbDenn hier liegt wahrlich die Macht, und nichts anderes als das Herz und die Lebensquelle der ganzen bewohnten Traumwelt, der gemeinsame Schatz menschlichen Wesens, der in Unbeschwertheit lebt, einem jeden stets reichlich gew\u00e4hrend und fortan gew\u00e4hren wird, solange Gott das All zu bestehen w\u00fcnscht.\u00ab <\/em>[\u2026]\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">EXEMPLI GRAT\u0399A II [\u00a714.]<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eDiese eklektische und traumphantastische Villa visualisiert kunstvoll selbst die wildesten Tr\u00e4ume Lequeus; und diese ganze surreale Szenerie ahmt etwas vom phantasiereichen Sacro Bosco nach. In diesem piekfeinen Traumwirrwarr beobachtet mein pers\u00f6nlicher Virgil \u2013 der phantomhafte Ezra vom benachbarten San Michi\u00e8l\u00a0 \u2013\u00a0 wachsam und mit grimmiger Abscheu durch sein pittoreskes G\u00e4rtnerh\u00e4uschen; stets ist das Mobiltelefon stummgeschaltet, bei solch intellektuellen Traumversammlungen \u2013 und so teilt er mir telepathisch, als s\u00e4he ich\u2019s auf einem LSD-Televisionsschirm im Parietallappen, mit: Unter all diesen wolkenwandlerischen, traumverr\u00fcckten Gesellen, sei der melancholische Uriel l\u00e4ngst aus diesem narzisstischen Fantasiegarten entschwebt; und wie der HERR die SUPERBIA st\u00fcrzte, so m\u00fcsse ich nun jede VANITAS zertr\u00fcmmern [&#8230;]\u201c.<em>  <\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">EINE NOTBEGEGNUNG MIT DEM AUGENARZT DER TR\u00c4UME ODER EIN GEL\u00d6BNIS AN DIE PANAGIA VON SKRIPOU [\u00a715] <\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eDann \u00f6ffnet der Traumgott ein f\u00fcr alle Mal jene elfenbeinernen Tore des\u00a0<em>mundus imaginalis; <\/em>und alle ultravioletten Brechungen str\u00f6men abermals phantasmagorisch durch dieses tr\u00e4ge Schlummerland. Wenn dir jedoch ein k\u00fcrzlich hold Entschlafener r\u00e4tselhaft zuraunt: <em>Lies weniger B\u00fccher und gehe mehr spazieren<\/em>, dann solltest du entweder unverz\u00fcglich einen Eiltermin beim Augenarzt vereinbaren, oder am Gr\u00fcndonnerstag dem heiligen Riginos ein Opferbrot darbringen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">DIE SCHWARZE KUKULLE DER SYNDERESIS [\u00a717]<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eDas ist auch traumverschwommen vorbeigezogen \u2013 und so, ohne allzu gewichtige Einw\u00e4nde und vernunftgeleitete Einreden \u2013 nach zahllosen pomp\u00f6sen Auf-und-Ab-Bewegungen und makabren Spielereien des verw\u00f6hnten Traumschicksals \u2013 setzte ich schlie\u00dflich Kurs auf das geheimnisvolle Tierra Meiga im fernsten Iberien: auf das dicht bewaldete und smaragdgr\u00fcne Galaecia, Heimst\u00e4tte der hochgewachsenen S\u00f6hne und schlanken T\u00f6chter des g\u00f6ttlich gesandten Breog\u00e1n; auf das urw\u00fcchsig wilde und nebelverhangene Galiza, Land der listigen Magier und der d\u00e4monischen Ungeheuer des geh\u00f6rnten Cernunnos; und auf das graublau schimmernde und vom Ozean umwehte Hyrkanien, das jenseits seiner granitzerkl\u00fcfteten Grenzregionen des Abendlandes in tr\u00e4ger Ruhe dahintr\u00e4umt, verborgen hinter hellgr\u00fcnen Flussm\u00fcndungen und glei\u00dfenden K\u00fcsten aus wei\u00dfen Sandd\u00fcnen und m\u00e4anderf\u00f6rmigen R\u00edas. Dort f\u00fchrte mich der Traum hin [\u2026].\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">EINE TRAUMTOPOLOGIE DES DEMIURGISCHEN STACKS \u0399 [\u00a717]<\/h3>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eAn den fernsten R\u00edas Baixas \u2013 jenseits aller granitiscnen Kaps und echsenartigen Gesteinsfalten des abendlichen Iberiens \u2013 dort, wo der schlaftrunkene und mitt\u00e4gliche Hyperion gleich einem heiteren, stundenspeisenden Spiegel halbverkl\u00e4rt \u00fcber den blendenden Himmelsgew\u00f6lben des atlantischen Gef\u00fcges schwebt; und<strong> <\/strong>wo sich die felsigen Ausw\u00fcchse des blaugr\u00fcnen und meerumrauschten Castro de Baro\u00f1a majest\u00e4tisch wie eine schwarztragende Akropolis aus den tr\u00e4gen Tr\u00fcmmern der dr\u00f6hnenden Wellen erheben: vermag es tr\u00fcgerisch zu scheinen, sei es auch nur fl\u00fcchtig, dass man sich endlich \u2013 und sei es nur teilweise \u2013 aus jenem unheilvollen und luziferischen Stack des l\u00f6wenk\u00f6pfigen Jaldabaoth zu l\u00f6sen verm\u00f6chte, der schlangengleich diese verschlafene Planetensph\u00e4re umschlingt und kanibalisch verschlingt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">EINE TRAUMTOPOLOGIE DES DEMIURGISCHEN STACKS \u0399\u0399 [\u00a718]<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eDoch dieser brausende und mannhafte Ozean \u2013 der, gleichsam tr\u00e4ge und dumpfdr\u00f6hnend, in seiner meeresfl\u00e4chig-blaugewandeten Monotonie aus titanischen Spiegelungen und klippenhaften Schwankungen zusammenst\u00fcrzt, dabei gem\u00e4chlich all jene entrollten goldgestickten Adern aus sandigen Zungen und schroff abfallenden K\u00fcsten liebkost, bis hin zu den w\u00e4ssrigen F\u00e4den des unaufgewickelten Mi\u00f1o und den graublauen Schuppen der westgotischen Wildw\u00e4lder, die wohlwollend jene kn\u00f6chernen Felsgebirge und halbaufgebrochenen Verkn\u00f6cherungen der blaugr\u00fcnen R\u00edas Altas bis hin zum gottgef\u00fcgten Monte Pindo bedecken \u2013&nbsp;ist in Wahrheit nur eine erschaffene Form visueller <em>ambient<\/em>, wodurch man vermittels freier Reflexion das ersehnte Exit gleichsam geistig vollziehen und jener holographischen Superposition dieser teuflischen Noosph\u00e4re (und ihres raumzeitlichen Brainfogs) vor\u00fcbergehend entgleiten vermag und die alles erst in b\u00f6swilliger Vertr\u00e4umung umf\u00e4ngt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">MORS DICIT: [\u00a719]<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eIn dieser unersch\u00f6pflichen Traumschale hat mein grauhaariger Traumf\u00fchrer bereits die Richtung zum Dorsoduro gewechselt; und dort erhob sich erstmals mondbeschienen, gleichsam aus den ondas do mar de Vigo, die l\u00e4chelnde und meergeborene Astraia \u2013 jene hyperkosmische und hyperboreische K\u00f6nigin Lupa; diese wiedertraumverk\u00f6rperte In\u00eas de Castro \u2013 die sich still ihr ozeandurchrauschtes Gem\u00fct aus Morri\u00f1a und himmlischem Himeros und ihr keltisches Blut aus sal e canela ertr\u00e4umt, wie die wei\u00dfarmigen Jungfrauen der gorgonischen Camari\u00f1as (obgleich sie nur in ferner Trapezunt gottgesandt zu bl\u00fchen scheint), w\u00e4hrend ihr glanzsch\u00f6nes Antlitz, genannt Hesychia, g\u00f6ttlicher strahlt als alles jenseits des gro\u00dfherzigen C\u00e1diz [\u2026].\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">ET IN GALIZA EGO [\u00a720]<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eHier existiert tats\u00e4chlich kein Viktor Hufnagl; und das Kayfabe verharrt m\u00f6glicherweise weiterhin eingeschlossen im opaken Traumei jener exzentrischen Sph\u00e4ren. Gewiss, inmitten dieses arkadischen locus amoenus aus unber\u00fchrten Meeren und goldgeflochtenen Gestaden, sandte mir mein traumgesponner amor de lonh heiter in die maritime Unendlichkeit; da gewahrte ich mit neugieriger Umsicht: der schlafende Titan, nun blutig entkabelt \u00fcber der zerborstenen Costa da Morte; jene blitzgewappnete Herminia, die in bulimischer Gier zwei verrottete Gro\u00dfe T\u00fcmmler auf den leichentuchverh\u00fcllten Strand schleuderte [\u2026]\u201c.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p>DOCH JEDER ERFAHRENE TRAUMSEGLER ERKENNT DANN VORAHNEND, DA\u00df ER SICH NICHT MEHR AUF DER SCHLAFENDEN ERDE BEFINDET, SONDERN AUF DEN UNBEKANNTEN EXOPLANETEN DER TIEFENTR\u00c4UME <em>UNELMA-DR\u00cbM\u00dcL<\/em> TRANSLOZIERTE<br><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"692\" src=\"http:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Abb.-1-1024x692.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1133\" srcset=\"https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Abb.-1-1024x692.jpg 1024w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Abb.-1-300x203.jpg 300w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Abb.-1-768x519.jpg 768w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Abb.-1-1536x1038.jpg 1536w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Abb.-1.jpg 1818w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie bekannt ist, vermag der initiierte Leser, sofern er eingehend mit der luziden Oneironautik vertraut ist, keinerlei digitale Aufzeichnungsger\u00e4te (Mobiltelefone, Kamerasysteme etc.) zur pr\u00e4zisen Dokumentation von Ph\u00e4nomenen dieser tieferliegenden Schicht des <em>Subliminal Self<\/em> einzusetzen, wohingegen analoge Fotografieapparate \u2013 bei sachgem\u00e4\u00dfer Handhabung und nach Erteilung von Genehmigung und Autorisierung durch den Traumgott \u2013 f\u00fcr jeden Traumforscher w\u00e4hrend langfristiger Fieldwork durchaus gegenteilige Resultate zeitigen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"692\" src=\"http:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Abb.2-1024x692.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1134\" srcset=\"https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Abb.2-1024x692.jpg 1024w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Abb.2-300x203.jpg 300w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Abb.2-768x519.jpg 768w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Abb.2-1536x1038.jpg 1536w, https:\/\/huettenschriften.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Abb.2.jpg 1818w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Im vorliegenden Dokumentationsversuch der oneirischen Topographien der simulierten K\u00fcsten des Exoplaneten Unelma-Dr\u00ebm\u00fcl, wurde ein analoges Samsung-Ger\u00e4t (Modell: Samsung Fino 60s 35mm; Film: Kodak UltraMax 400) eingesetzt.<br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p>Ebendieses ozeanische Nihil, ersp\u00e4hte voller Eros auch der Infant Henrique, der gottbegeistert die unbekannten Westen f\u00fcr den gl\u00fcckhaften Dom Manuel erkundete \u2013 jenen gro\u00dfherzigen Seefahrer und seine weltenzerrei\u00dfenden Karavellen, die sp\u00e4ter der glorreiche Cam\u00f5es in pers\u00f6nlicher Duldung des gottentr\u00fcckten Encoberto besang; w\u00e4hrend der R\u00f6mer Andronikos \u2013 in Wahrheit kurz\u00e4ugig eingeschlossen in einer fr\u00fcheren Traumh\u00fclle \u2013&nbsp; zu Recht von zahllosen tiefsinnigen und weitsichtigen Gelehrtern f\u00fcr die verh\u00e4ngnisvolle Entmilitarisierung der Flotte gescholten wurde, was unweigerlich den traumzerst\u00f6rerischsten Zusammenbruch des Ostens nach sich zog. Doch wie viele gottesf\u00fcrchtige und scharfsinnige M\u00e4nner mochten wohl ahnen, dass der gottgesandte Desejado ein f\u00fcr alle Mal jenseits des traumdurchwirkten Gartens der Hesperiden verschwinden und dass das gottgebaute und weitgespannte Hexamilion (welches das Kayfabe zumindest teilweise unersch\u00fctterlich bewahrte) hoffnungslos und endg\u00fcltig einst\u00fcrzen w\u00fcrde?<\/p>\n\n\n\n<p>Unaufh\u00f6rlich zu tr\u00e4umen, wie der selige Endymion, gebiert n\u00e4mlich nicht automatisch dem g\u00f6ttlichen Riss jeder raumzeitlichen T\u00e4uschung \u2013 namentlich Mittelmeer, Atlantik, Himmel und Beobachtbares Universum \u2013 und kein imperialistischer Bruch einer fr\u00fcheren Traumh\u00fclle zeugt gew\u00f6hnlich auch die weltliche Eyphrosyne. Der urspr\u00fcngliche Absturz des urbildlichen Menschen gebar den anthropophagen Chronos, welcher jenen d\u00e4monischen Mechanismus der Adrasteia aus konzentrischen Kreisen \u2013 die nichts mehr als trugbildhafte Maskeraden sind \u2013 in Gang setzte, worin jeder zentrifugale Wille nach dem prometheischen Aufbruch eines jeden benachbarten Unendlichen innerhalb dieser geometrisch-k\u00fcgelformigen Matrjoschka ringt:<em> ein getr\u00e4umtes Ei, eingeschachtelt in dem Traum eigenen Ei.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Kayfabe fungiert soteriologisch als eingeschlossener Traum eines jeden nachfolgenden Rings, der sich erhaben gegen jene traumaerzeugte Melancholie und die daraus katatonische Entropie widersetzt, die sich innerhalb der kosmischen Tr\u00fcmmer jedes zerbrochenen Traumgeh\u00e4uses nach jedem vorherigen Bruch ausbr\u00fctet. Das Kayfabe ist ein verschlossener Traumkasten, der niemals ge\u00f6ffnet werden darf; und das Kayfabe ist jene eingeschlossene Traumschachtel der Kore, deren unheilvolle Zertr\u00fcmmerung nichts als morschen infernus somnus und wahrhaft stygischen Schlummer entfesselt. Chi teme la morte \u00e8 gi\u00e0 morto; und einzig das Kayfabe tritt nunmehr dem Tode entgegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eRemember we share and always shall have our friends in the dream-<br \/>\nlife, i.e. your life so to speak, which will attract us for ever and ever,<br \/>\nand so long as we have any friends sleeping in the material world; you<br \/>\nto us are more like as we understand sleep, you look shut up as one<br \/>\nin prison, and in order for us to get into communication with you, we<br \/>\nhave to enter into your sphere, as one like yourself, asleep.\u201d<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[],"class_list":["post-374","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-schachtelschriften"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/374","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=374"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/374\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1383,"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/374\/revisions\/1383"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=374"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=374"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/huettenschriften.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=374"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}